Gastartikel von Bastian und Lukas von 5XBros

Werde Masterreader!

 

Speedreading ist keine große Sache. Jeder kann es lernen und sollte es auch!
Denn die Vorteile liegen nicht allein in der erhöhten Geschwindigkeit, sondern auch im höheren Textverständnis, und im geförderten Erinnerungsvermögen.

Kombiniert mit dem Lesemanagement wird man unschlagbar! Denn damit verbunden ist schnell Übersicht zu erlangen, selektieren zu können was für dich wichtig ist, komplexe Zusammenhänge leicht zu erkennen und den Text systematisch und einfach analysieren zu können.

Wir von 5XBros nennen den, der diese Kombination aus Speedreading und Lesemanagement beherrscht, den „Masterreader“. Denn wer diese Techniken beherrscht bringt das Wissen nachhaltig in den Kopf und benötigt dafür nur einen Bruchteil der üblichen Zeit.

Was ist jetzt dieses Speedreading überhaupt? Viele denken dabei zunächst an Überfliegen, Querlesen, und ähnlichen Mist. Einige verleugnen sogar dessen Existenz komplett oder behaupten es funktioniere nicht. eine gekonnte Ausrede eines jeden, der prinzipiell Dinge nur 1-2 Tage ausprobiert und nachhaltige Effekte erwartet.
Die Wahrheit ist, dass beim Speedreading der Text vollständig mit den Augen erfasst und verarbeitet wird.
 

Die Geschwindigkeit

 
„Verdoppele deine Geschwindigkeit in 3 Stunden!“

„Dreimal schneller lesen und gleichzeitig dein Textverständnis erhöhen, komm zu uns ins Seminar!“
Du hast solche oder ähnliche Parolen vielleicht schon einmal gelesen. Doch was heißt das? Wer weiß schon wie schnell du liest und kann dir dreifache Geschwindigkeit garantieren?

Werfen wir mal einen Blick hinter diese Sätze:
Fakt ist, der deutsche Durchschnitt der Lesegeschwindigkeit liegt bei ungefähr 150-250 WpM (Wörtern pro Minute).

Fakt ist auch die Wissenschaft untersucht und forscht auf diesem Gebiet. Sie definiert die Obergrenze, die sog „Raudingrate“ (Ronald P. Carver: Reading Rate: Theory, Research, and Practical Implications), auf 640 WpM, das sind ca. zwei vollbedruckte Buchseiten pro Minute.
Bis zu dieser Grenze ist jedes einzelne Wort vollständig erfassbar, innerlich mitsprechbar und vom Gehirn in ein volles Textverständnis verarbeitetbar.
Was dir also alle Speedreading-Trainer hier versprochen, entspricht voll und ganz den wissenschaftlichen Untersuchungen.

Du kannst sogar noch ein gutes Stück darüber hinausgehen. Ohne den limitierenden Faktor des innerlichen Mitsprechens, das Subvokalisieren, sind weitaus höhere Geschwindigkeiten möglich und dokumentiert. John F. Kennedy soll beispielsweise mit 1200 WpM gelesen haben.
Der derzeitige aufgezeichnete Weltrekord liegt bei Anne Jones: 4250 WpM! Sie las Harry Potter – die Heiligtümer des Todes in gerade einmal 47min und konnte den Inhalt komplett wiedergeben.

Was ist Speedreading wirklich?

Was steckt nun dahinter? Wie funktioniert Speedreading? Und wie kann man es lernen?

Zunächst einmal gilt es, alte Laster abzuwerfen und die eingetrichterten Lesegewohnheiten aus der Schule zu eliminieren bzw. zu minimieren.
Dazu gehören die Regression und das bereits genannte Subvokalisieren.
 

Regression

 
Die Regression ist eine Sache, die jeder kennt: Regression bedeutet nichts anderes als Zurückspringen im Text.
Das kann unbewusst geschehen, dabei hüpfen deine Augen nicht diszipliniert die Zeile entlang, sondern „tanzen“ kurzzeitig aus der Zeile.
Oder auch bewusst, wenn du glaubst einen Satz nicht verstanden zu haben, oder gar die Zeile verloren hast.

Dieses Zurückspringen ist in beiden Fällen nicht nur lähmend, sondern hemmt dein Textverständnis.
Die Wörter kommen nämlich genau in dieser durcheinander gewirbelten Reihenfolge im Gehirn an.
Deine Lesegeschwindigkeit sinkt, du tust dir schwer den Satz oder Absatz zu verstehen und gewinnst keinen Überblick über den Gesamttext.
Die Lösung ist konsequentes Lesen im Lesefluss ohne Zurückspringen.
Trotz vermeintlichem Unverständnis einfach weiterzulesen ist anfangs etwas unangenehm.
Doch du wirst erstens merken, dass du den wesentlichen Inhalt auch dann begreifst, wenn du nicht jeden Satz zu 100% verstehst.

Zweitens erklärt sich dir der Sinn des komplexen Satzes meist dann, wenn du den Absatz oder das Kapitel fertig gelesen hast.
Du verstehst aus dem Kontext heraus und oft auch NUR so!
Denn die Erklärung zu deiner Verständnislücke liegt im noch nicht Gelesenen!

Die Lesehilfe ist für die Eliminierung der Regression ein super Hilfsmittel, das jeder sofort ausprobieren kann.
Das kann ein Stift sein, ein Essstäbchen, eine Stricknadel…
Lang und dünn sollte Sie sein. Zur Not geht auch der Finger.
Du festigst mit ihr zum einen deinen Blickfokus, zum anderen kannst du so den Zeilenverlust unterbinden.

Der dritte Vorteil liegt im psychologischen Anker: Sie erinnert dich automatisch an konzentriertes Lesen und daran durchgehend und im Fluss zu lesen.
So bist du im entscheidenden Moment achtsam.
Bist du achtsam, kannst du dem Drang widerstehen im Text zurückzuspringen, wenn du einen Satz vermeintlich nicht verstehen und zuordnen konntest.
 

Subvokalisierung

 
Subvokalisieren ist das was du in deinem Kopf hörst, wenn du diese Zeilen liest.
Du sprichst innerlich mit, stimmt`s?
Dieser innere Vorleser hat seinen Ursprung in der Schule.
Er war wunderbar hilfreich für den Einstieg ins Lesen, um all die schönen Wörter das erste Mal als Kind entziffern zu können.

Der Vorleser ist derzeit fester Bestandteil deines Textverständnisses.
Ohne ihn würdest du, weil du es eben über Jahre so getan hast, nichts verstehen.
Heute als Erwachsener limitiert er dich leider. Denn der innere Vorleser verhindert, dass du schneller lesen kann, als er bzw. du gedanklich mitsprechen kannst.
Im Speedreading machst du dem inneren Mitsprecher zunächst einmal gehörig Beine, bis du ihn schließlich sogar Stück für Stück minimierst.

Gelingen wird dir das, indem du viel schneller liest als du innerlich mitsprechen kannst.
Das geht natürlich nicht von heute auf morgen.
Vor allem da an die innere Stimme zu Beginn noch dein Textverständnis gekoppelt ist.
Erst nach und nach gewöhnt sich dein Gehirn an die neue Verarbeitungsweise.
Viele geben während dieser Zeit einfach auf und behaupten Speedreading sei Humbug.

Sei geduldig mit dir und ernte dafür den Erfolg!

Fahrt aufnehmen

Nachdem wir uns den Leselimitationen zugewandt haben, fahren wir fort dein wahres Lese-Potential entfesseln.
Unsere Augen und unser Gehirn schaffen nämlich weit mehr als wir ihnen zutrauen.
7500-10000 Wörter können wir theoretisch pro Minute verarbeiten.

Kein Wunder, dass sich das Gehirn denkt: „Willst du mich verarschen? Wie langweilig ist das denn?“ Du bist maßlos unterfordert!
Klar schweifst du lieber in Tagträume, also anspruchsvollere Gedankengänge, ab.
Langsames Lesen unterfordert dich und stört massiv deine Konzentration!
Schnelles Lesen hingegen bringt dich genau dorthin wo du beim Lesen sein möchtest: In die Forderung!
Du bist schneller, konzentrierter und verstehst allein dadurch schon den Text leichter und erinnerst dich anschließend an mehr!
 

Wie lernst du Speedreading?

 
Das Geheimnis Nummer 1 liegt in der Überforderung.
Wie beim Muskeltraining setzen wir einen starken Reiz, dass wir jetzt mehr brauchen.
Mehr bedeutet hier übertragen auf das Speedreading ein stärkeres neuronales Netz im Gehirn für die visuelle Aufnahme und Verarbeitung.
Das erreichst du, indem du dich zu schnellerem Lesen zwingst, als es zu Beginn für dein Textverständnis angenehm ist.

Merke: Zuerst steigerst du die Geschwindigkeit, danach zieht dein Verständnis mit.

Das ist einfach logisch: Denn die Augen schneller über den Text zu führen ist leichter getan, als mal eben neue Netze und Verknüpfungen im Gehirn angelegt!

Das zweite Geheimnis steckt darin, dass unsere Augen mehr scharf sehen können als nur ein Wort.
Eher so viel wie ein ovales 5-Mark Stück (oder ein leicht größeres 2 € Stück).
Hinzu kommt, dass wir auch im unscharfen bzw. peripheren Sichtfeld Wörter noch erkennen, vor allem jene die wir schon millionenfach gelesen haben und die sowieso aus Informationssicht eher als Füllwörter zu betrachten sind: der, die, das, an, auf, im, …

Der Trick besteht nun darin Wortgruppen zu lesen statt einzelne Wörter. So eine Wortgruppe umfasst ca. 3-5 Wörter. Damit starren wir nicht mehr 8-13 Mal pro Zeile auf das Buch, sondern nur noch 2-3 Mal!

Und Lesemanagement?

Das Lesemanagement ist wiederum ein Kapitel für sich allein.
Dazu ist überhaupt keine Lesetechnik nötig. Hier musst du nur die Systematik kennen.
Die Bedingungen es zu beherrschen sind also nur, dass du weißt wie das System funktioniert und warum es funktioniert.
Die Anwendung klappt dann in der Regel bei jedem sofort.

Zusammengefasst geht es darum zu akzeptieren, dass Lernen und Lesen ein mehrstufiger Prozess ist. Man bewegt sich vom Groben ins Feine. Sortiert Unwichtiges von Wichtigem aus und liest die Stellen von hoher Relevanz dann konzentriert.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass du auch ganze Textpassagen gar nicht liest. Schneller lesen durch gezielt weniger lesen. Man spricht von Effektivität!
 

Der Masterreader

 
Zusammen sind die beiden Herangehensweisen unschlagbar.
Stell es dir ruhig einmal vor: Zuerst filterst du aus und gewinnst einen genauen Überblick durch das System. Nebenbei erhöhst du dadurch drastisch dein Textverständnis und Erinnerungsvermögen.

Im Zweiten Schritt werden dann die selektierten Stellen mit Speedreading Techniken um ein Vielfaches schneller gelesen. Das geht dann nicht nur schneller, sondern konzentrierter, mit höherem Textverständnis und besserer Verarbeitung der Information und damit auch höherem Erinnerungsvermögen.

Das Ergebnis: Immense Zeitersparnis bei höherem Verständnis! Oder anders: Mehr Freizeit für dich bei gleichzeitig größeren Schritten vorwärts in deiner Weiterbildung!

Jeder, der studiert, viel liest, dessen Bücherliste immer länger statt kürzer wird, sollte dringend Speedreading lernen. Wir gehen sogar soweit, dass wir sagen ausnahmslos jeder sollte das bereits in der Schule beigebracht bekommen.
Lesen lernen muss man schlichtweg zweimal. Der Crashkurs in der ersten Schulklasse ist gerade einmal gut genug für die Grundschule!

Überlege doch mal was du seitdem an Zeit gewinnen hättest können! Deine gewonnene Zeit ergibt sich aus höherer Geschwindigkeit UND besserem Verständnis wie Lernen der Information! Verschwende keine Zeit. Lies schneller, lerne besser und investiere die gewonnene Zeit in deine Freizeit und Freunde.
Du hast jetzt schließlich mehr zu erzählen, weil du so viel gelesen hast und Bescheid weißt! Übertreibe es in Zukunft nur bitte nicht mit dem Klugscheißen…

In diesem Sinne wünschen wir dir viel Erfolg beim Speedreading lernen und noch mehr Erfolg bei all dem was du damit anstellen wirst!

Deine 5XBros
Bastian und Lukas